Glückstalermarkt 2019 mit

Am ersten Adventswochenende durften wir den Dieburger Glückstalermarkt mit unserem leckeren Chili con Carne versorgen!

Unsre liebe Uli hat ihre Eindrücke in Worte gefasst und einen tollen Bericht über einen „ganz normalen Dienst“ beim Glückstalermarkt geschrieben.

29.11.2019

Es ist Freitag und es ist 17.30 Uhr. Ich mach mich auf den Weg nach Dieburg, denn ab 18 Uhr hab ich Dienst in unserer Hütte auf dem Glückstaler-Markt. Ich bin extra früh losgefahren, denn ich rechne mit einer langen Parkplatz-Suche.

Dort angekommen, finde ich sofort einen freien Platz und wundere mich- sind denn keine Besucher auf dem Markt?

Langsam schlendere ich die 150 m zu unserer Hütte, bin trotzdem viel zu früh. Innen herrscht geschäftiges Treiben- 3 Leute teilen sich das bißchen Platz und ich drück mich in eine Ecke, um nicht im Weg zu stehen. Von dort schaue ich über das Markttreiben und stelle fest, daß ganz schön was los ist! Die Hütten stehen dicht gedrängt im Halbkreis, in jeder ist ein anderer Dieburger Verein zu Gange und verkauft selbstgewerkeltes für die klamme Vereinskasse. So wie wir. Auf Kochplatten schmurgelt Chilli con Carne- nach streng gehütetem Rezept-, in Thermo-Töpfen dampfen Apfelwein und –Saft, selbstgebackene Plätzchen und hausgemachter Eierlikör warten auf Liebhaber.

Meine Kollegen haben alle Hände voll zu tun, aber bis zum Schichtwechsel hab ich die nötigen Einweisungen- 2 weitere Sängerinnen sind auch eingetroffen und wir legen mit frischen Kräften los!

Eine kümmert sich um die Getränke, eine ums Essen und eine um die Kasse und die Strichliste für alles, was wir verkaufen.

Ein guter Plan, aber anfangs stehen wir uns etwas im Weg- das wird aber mit der Zeit besser und als wir nach 2 Stunden abgelöst werden, läuft es perfekt!

Wir wollen auf Plastik weitgehend verzichten und deshalb servieren wir in richtigen Tassen und Tellern- nur die Löffel  sind noch aus Plastik, da war noch zuviel Vorrat. Das heißt aber auch: spülen! Die Feuerwehr betreibt wenige Meter nebendran ein Spülmobil- wir dürfen es benutzen.

Wir verkaufen  wie die Weltmeister und haben keine Minute Langeweile. Unser Chilli wird sehr gelobt- wir geben es weiter an die Köchinnen, eine steht grad an unserer Kasse. Sie freut sich, weil sie zuhause so was nicht hört…

Eine Bekannte, die ich ewig nicht gesehen habe, kommt an unseren Stand. Sie will mit mir ein Gespräch anfangen, aber ich habe beim besten Willen keine Zeit für sie. Schließlich verschwinde ich unter die Theke, um ein paar gebrauchte Teller in den Container zu legen. Als ich wieder auftauche, ist sie weg- das Ehrenamt kostet Opfer!

Dann erscheint Claudia. Sie bringt neue Vorräte mit, bemächtigt sich der dreckigen Tassen und Teller und geht zum Zigarettenmann, dabei hat sie gar keinen Dienst- echte Solidarität! 

Schließlich ist unsere Schicht rum- wir können es gar nicht glauben: 2 Stunden wie im Flug! Aber lieber so, als dumm rumgestanden. Der nächste 3-er Pack ist eingetroffen und wir können gehen.

Ich fahre nach Hause und versuche abzuschalten, aber die Gedanken sind immer noch in der Hütte und verkaufen Chilli: „€ 3.- der Herr, bitteschön, € 2.- Pfand für den Teller, Brot können Sie sich hier wegnehmen, guten Appetit!!“

 

Bericht von Uli Eckhardt

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